Wegfall der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung zum 2. Februar 2023

Mit dem Wegfall der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung zum 2. Februar 2023 entfällt die Grundlage für die Handlungshilfen der Berufsgenossenschaften. Die Handlungshilfe für Filmproduktionen wird aber weiterhin mit empfehlenden Charakter auf unseren Seiten verfügbar sein. Treten Arbeitsplatzsituationen auf, die mit Infektionsrisiken einhergehen, muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung geprüft werden, ob bzw. welche Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz notwendig und geeignet sind, um Infektionskrankheiten der Atemwege zu vermeiden und krankheitsbedingte Personalausfälle zu minimieren.

Tarifabschluss für 25.000 Filmschaffende: Bessere Arbeitszeitregelungen und Zuschläge bei Wochenendarbeit

Nach fünfmonatigen Verhandlungen gibt es einen Tarifabschluss für die rund 25.000 Filmschaffenden in Deutschland, der ab September gilt.

Die ver.di FilmUnion erreichte gemeinsam mit der Schauspielgewerkschaft BFFS in Verhandlungen mit der Produzentenallianz Verbesserungen bei Arbeitszeiten, Freizeitphasen während der Dreharbeiten, Zuschlägen am Wochenende und bessere Rahmenbedingungen für Arbeitsverträge von Schauspielerinnen und Schauspielern. Zudem wurde vereinbart, ab September bis spätestens Ende des Jahres 2021 abschließend über die Erhöhung der Gagen zu verhandeln. Die Tarifvereinbarung hat eine Laufzeit bis Ende August 2023.

Die Schwerpunkte der Tarifverhandlungen wurden bei Umfragen unter Filmschaffenden im Vorfeld der Tarifrunde ermittelt. Dabei waren mehr und verlässlichere Ruhezeiten von stärkerer Bedeutung als die Anhebung tariflichen Mindestgagen. Der ver.di-Tarifausschuss stimmte dem Ergebnis zu.

“Die Verhandlungen haben sich für Filmschaffende gelohnt, auch wenn die Verhandlung zur Gagenerhöhung auf den Herbst vertagt ist”, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. “Wir haben deutliche Fortschritte erreicht, was eine Reduzierung des Arbeits- und Zeitdrucks, mehr zusammenhängende Ruhetage, längere Ruhezeiten nach Nachtdrehs ins Wochenende und höhere Zuschläge zum Schutz des Wochenendes angeht.”

Der neue Tarifvertrag sieht vor, dass in Drehzeiten mindestens zweimal je Monat zwei zusammenhängende Ruhetage und bei längeren Produktionen mit mehr als 40 Tagen Drehzeit ab dem zweiten Monat dreimal zwei zusammenhängende Ruhetage gewährt werden müssen. Nach einem Nachtdreh ins Wochenende muss sich mindestens zweimal je Monat nach Drehtagsende eine Ruhezeit von 48 und weiteren elf Stunden anschließen. Bei Arbeit am Wochenende gilt ab September ein genereller Zuschlag von 25 Prozent. Der bestehende Sonntagszuschlag wird von 50 auf 75 Prozent angehoben.

Im Manteltarifvertrag wurden arbeitsrechtliche Klarstellungen vorgenommen und eine Clearingstelle für Streitfälle über die Auslegung von Tarifregelungen verabredet. Im Schauspieltarifvertrag gibt es umfassende Verbesserungen. So wird geklärt, welche Vergütung für Schauspielerinnen und Schauspieler garantiert ist, wenn ihnen vom Filmhersteller nur eine ungefähre Anzahl von voraussichtlichen Drehtagen zugesagt wird. Dazu gehört auch, welche arbeits- und sozialversicherungsrechtlich relevanten schauspielerische Arbeiten vor, zwischen und nach den Drehtagen anfallen.

“Nach der Einführung von Zeitkonten 2006 und der Begrenzung von Tageshöchstarbeitszeiten auf zwölf Stunden 2018 ist uns nun der nächste Schritt zur Verbesserung der auf kurze Projektdauer befristeten Arbeit in Filmproduktionen gelungen”, betonte von Fintel.

 

KSK Mitgliedschaft durch selbständige nicht künstlerische Tätigkeit bis Ende 2022 nicht mehr unmittelbar gefährdet

Wie einem heute erschienen Artikel auf SPIEGEL ONLINE zu entnehmen ist, wird die Hinzuverdienstgrenze für KSK Mitglieder bei nicht künstlerischer selbständiger Tätigkeit bis Ende 2022 von 450,00 EUR/Monat auf 1.300,00 EUR/ Monat angehoben, um auch an dieser Stelle die Härten der Pandemieeinschränkungen abzufedern.
Den Artikel lesen Sie hier.

Arbeitsschutzstandards und Hilfen für Film,- Bühnen- und Studioproduktionen gültig vom 01.10.2022 bis 07.04.2023

Mit dem Wegfall der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung zum 2. Februar 2023 entfällt die Grundlage für die Handlungshilfen der Berufsgenossenschaften. Die Handlungshilfe für Filmproduktionen wird aber weiterhin mit empfehlenden Charakter auf unseren Seiten verfügbar sein. Treten Arbeitsplatzsituationen auf, die mit Infektionsrisiken einhergehen, muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung geprüft werden, ob bzw. welche Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz notwendig und geeignet sind, um Infektionskrankheiten der Atemwege zu vermeiden und krankheitsbedingte Personalausfälle zu minimieren.

praktisch:
Die NINA Warn-APP für’s Smartphone
Man erhält stets die aktuelle Übersicht über die Maßnahmen vor Ort!

Für den Bühnen- und Studiobereich hat dieVBG (Verwaltungsberufsbenossenschaft) einen Arbeitsschutzstandard für das Arbeiten unter verschärften Hygienebedingungen herausgegeben:
VBG Arbeitshilfe Corona
Version vom Oktober 2022

BGETEM Arbeitshilfe Corona in der Fassung vom 25.11.2022 (Version 18)

Das letztere Papier verweist insbesondere  auf den Maßnahmenkatalog der Initiative WS1T (WirSind1Team):
Maßnahmenkatalog WS1T
Auszug Maskenbild, aktueller Stand
Auszug Maskenbild, aktueller Stand, engl.


Die  BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege) entsprechend dem Auslaufen der Arbeitsschutzverordnung des BMAS zur Eindämmung von Covid 19 seine Arbeitsschutzstandards zurückgezogen. Hier die Meldung dazu und das weitere Vorgehen.

Hygiene in der Maskenbildnerei:
Broschüre der Unfallkasse Nord
Interaktiver Hygieneplan

Wissenswertes zu Schutzmasken

 

Wissenswertes zu Antigen Schnelltests

Das RKI zu Antigenschnelltests

Onlinepetition zu Drehstopps

Bitte teilen und teilnehmen:

Wir fordern ein einheitliches Verbot von Dreharbeiten für fiktionale Kino- und TV-Produktionen im Sinne der Gesundheit aller Filmschaffenden 

http://chng.it/KzgY8fnN

Bei dieser Forderung geht es nicht nur um den Abbruch oder die Verschiebung der Dreharbeiten, es geht vor allem um die Schaffung einer zuverlässigen rechtlichen Grundlage bezüglich des Zugangs zu Rettungs- und Entschädigungsmaßnahmen der Bundes- und Landesregierungen und Entschädigung bzw.Übernahme von Mehrkosten seitens der beauftragenden Sender und finanzierenden Filmförderungen. Dies betrifft eben nicht nur die Produktionsunternehmen, sondern alle Beteiligten in diesem Prozess.

Überbetriebliche Beschwerdestelle gegründet

Am 31.05.2018 hat die Bundesvereinigung Maskenbild gemeinsam mit zahlreichen weiteren Branchenverbänden, Sendern und dem BKM Themis ins Leben gerufen. Innerhalb der nächsten Wochen soll die Vertrauensstelle ihre Arbeit aufnehmen. Wir werden das hier veröffentlichen, sobald es soweit ist.

 

Pensionskasse Rundfunk gewinnt portfolio institutionell Award:

Zum zweiten Mal in Folge erhält sie damit eine der bedeutendsten Auszeichnungen für institutionelle Investoren in Deutschland

Am 12. April 2018 wurden in Berlin die diesjährigen portfolio institutionell
Awards des gleichnamigen Finanzmagazins vergeben. Die Pensionskasse Rundfunk hat den Award in der Kategorie „Beste Pensionskasse“ erhalten.
Bereits 2017 wurde die Pensionskasse für das „Beste Risikomanagement“ ausgezeichnet.

„Die Pensionskasse Rundfunk zeichnet sich durch hohe Professionalität, gute Ergebnisse und den Anspruch, jedes Jahr besser zu werden, aus“, begründete Thomas Bauerfeind von Protinus die Auszeichnung in seiner Laudatio. Auch ihre überzeugende, konsequent strategische Ausrichtung hätten die Fachjury zu diesem ausgezeichneten Urteil kommen lassen, betonte der Laudator.

Die beiden Vorstände der Pensionskasse, Martin Schrader und Frank Weidenbusch, nahmen die Auszeichnung bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin entgegen. Die Freude ist groß: „Wir sind sehr stolz, dass wir zum zweiten Mal einen Award mit nach Hause nehmen dürfen. Das würdigt unsere Arbeit und bestätigt das große Vertrauen, das unsere Mitglieder – freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Film, Funk und Fernsehen, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und über 400 Produktionsunternehmen – uns entgegenbringen, auch in dieser, für die Altersversorgung nicht ganz einfachen Zeit“, erklärte Martin Schrader.

Insgesamt kürte die unabhängige Expertenjury mit Vertretern aus Forschung und Praxis Preisträger in 13 Kategorien. Seit 2006 werden die Auszeichnungen jährlich mit der Intention vergeben, die Transparenz in der deutschen Kapitalanlage sowie den fachlichen Austausch zwischen Investoren, Finanzexperten und Finanzwissenschaftlern nachhaltig zu fördern. Die Veranstaltung, ergänzt durch eine ganztägige Fachkonferenz, ist die wichtigste jährliche Auszeichnung für institutionelle Investoren im gesamten deutschsprachigen Raum, so die Veranstalter.
Pressemitteilung

Hergestellt und betreut von Ingenieurbüro noesis,
Darmstadt und Berlin/Brandenburg